Homepage von Dobi Tilac und CC Tinkerbell
“ Mein erster eigener Dobermann “

Ich rief meine Freundin an und wir machten uns noch am selben Tag auf den Weg nach Hamburg ins Tierheim. Es stand fest, das es ein Junghund sein sollte, denn einen Welpen aufzuziehen ist für mich leider zeitlich nicht möglich ( ich arbeite zwar in Teilzeit, aber mit unregelmäßigen Schichten). Ich wollte eigentlich nur gucken, wusste auch gar nicht, ob überhaupt ein Dobermann da war. Als wir zum Hundehaus gingen, meinte meine Freundin, das in dem einen Zwinger ein Dobermann ist, ich habe aber keinen gesehen. Wir haben uns im Hundehaus angemeldet und durften zu den Zwingern, wo immer noch kein Dobermann zu sehen war, aber einige Hunde waren auch draußen. Also habe ich die Schilder an den “leeren” Zwingern gelesen und dann stand auf dem einen:
Dobermann Rüde, unkastriert, geb Juni 2006
Soweit so Gut, aber da stand noch einiges mehr:
Aggressiv gegenüber Artgenossen auch Hündinnen
Aggressiv am Fressnapf
Aggressiv gegenüber einigen Menschen
Völlig unerzogen
Kein Frauenhund
Ich mußte Schlucken, als ich das las, aber in diesem Moment kam er in den Zwinger und alles was auf dem Schild stand war vergessen und ich sagte nur :” Der ist es!” Meine Freundin war skeptisch. Ich fragte, ob ich mal mit ihm zum Auslauf könnte, generell ja, aber der Pfleger der ihn betreut, war grad mit einem anderen Hund unterwegs und so mußte ich warten.
Ganz habe ich das nicht verstanden, denn es rannten da einige Pfleger rum, aber anscheinend wollte keiner mit dem Dobermann raus gehen. Nach einiger Zeit ging es dann los und mir war klar, warum den keiner an der Leine habe wollte. Es war halt ein 13 Monate alter Dobi-Rüde, der nicht wusste, wie und wo er seine Energie loswerden sollte und dazu auch noch völlig unerzogen.
Aber für mich stand der Entschluss fest - den will ich.
Vom Pfleger erfuhr ich dann noch, das er bereits als Welpe ins Tierheim gekommen ist und dann ca 9 Monate schon vermittelt war, dort aber das Kind gebissen hat und so wieder ins Tierheim kam. Nochmehr ein Grund für mich, diesen Hund da raus zu holen, also füllte ich die nötigen Papiere aus.
Und ich war der Meinung, das ich den Hund bekomme.

Doch das sollte nicht so leicht werden,....


....da das Hamburger Tierheim nicht bereit war, bis nach Mölln zu fahren, um die Überprüfung vorzunehmen. Da die Leiterin des Möllner Tierheims leider etwas andere Ansichten hat, kam sie also für die Prüfung nicht in Frage. Also mußte eine andere Lösung gefunden werden und diese Lösung heißt Fr. Fischer und ist Vorsitzende des Kreistierschutzverbandes.
Ich erzählte ihr von dem Dobermann, das ich auch Hundesport mit ihm machen will, zeigte ihr Haus und Hof und auch den zukünftigen “Zwinger” - ein Stück Garten (ca. 20qm) hinterm Haus, das mit Bauzaun eingezäunt ist und das der Hund ständig über eine Klappe vom Haus aus erreichen kann.
Ihr Urteil fiel positiv aus.
“Besser kann es ein Hund nicht haben, auch wenn sie arbeiten und er mehrere Stunden am Tag alleine ist”

Das war geschafft, nun mußte nur noch das Tierheim informiert werden und zustimmen, was wieder schwierig war, denn es war Samstag und die Leiterin vom Hundehaus hatte frei.
Am Sonntag morgen kam dann der Anruf von Fr. Fischer, sie sagte nur:
“Sie fahren SOFORT nach Hamburg und holen Ihren Hund ab!”
Mir blieb vor Freude fast das Herz stehen.
Kurz vor 12 Uhr war ich dann in Hamburg und unterschrieb den Vertrag.

Tilac gehörte jetzt tatsächlich mir.


Tilac am 25. Juli 2007