Homepage von Dobi Tilac und CC Tinkerbell
“ So wurde ich infiziert ”

Die ersten Dobermänner, die ich in meiner Kindheit gesehen habe, waren im Fernsehen.
Viele werden jetzt schmunzeln und bereits wissen, welche ich meine.
Richtig: Higgins seine Jungs - Zeus und Apollo.
Den ersten in “live” habe ich dann auf der anderen Straßenseite in Hamburg gesehen und das auch nur aus dem Auto heraus.

Trotzdem war ich fasziniert von diesen kraftvollen und dabei so eleganten Hunden.
2005 sollte es dann wohl sein.

Anfang des Jahres mußten wir unseren 10jährigen Sam (Schäfer-Husky-Mix) gehen lassen.
Nach einigen Wochen ohne Hund im Haus kam mein Schwiegervater zu uns rauf und erzählte uns, das er im Tierheim war und dort eine Anzeige gelesen hat, das eine 18 Mon. alte Dobermann-Hündin abzugeben ist. Mein Freund war sofort “Feuer und Flamme”, aber ich hatte doch so einige Bedenken. Schließlich sollte der neue Hund - wie eben Sam auch - ein Hund sein, der sich im ganzen Haus frei bewegt, mit Schwiegereltern Urlaub im Wohnwagen auf Fehmarn macht oder auch mit Oma allein zu haus bleiben kann.
Mir stellte sich die Frage, ob der Dobermann dafür wirklich der “richtige” Hund ist.
Ich habe dann stundenlang im Internet verbracht und alles über Dobermänner gelesen, was ich finden konnte. Schließlich haben mich die Männer überredet und ich habe bei den Besitzern von der Hündin angerufen. Wir haben eine ganze Weile telefoniert - sie hat mir alles über den Hund erzählt und auch warum sie sie abgeben müssen (Umzug von Kleinstadt nach Berlin wegen beruflicher Veränderung). Wir haben dann einen Termin vereinbart, wann wir uns die Hündin mal anschauen.

Bereits am nächsten Tag fuhren wir ( mein Freund, sein Vater und ich ) hin. Ich hatte immer noch gemischte Gefühle, auf der einen Seite hatte ich Herzklopfen vor Aufregung und auf der anderen Seite immer die Sorge, das es dann doch nicht der richtige Hund für uns ist.
Als wir klingelten war ein Bellen zu hören, das niemals von einem Dobermann stammen konnte und tatsächlich wurden wir stürmisch von einer kleinen Terrier-Hündin begrüßt. Wir wurden herein gebeten, vom Flur aus habe ich sie dann gesehen, sie schaute vorsichtig durch die Küchentür. Als wir dann in die Küche kamen stand sie da - dieses kleine, zarte und schüchterne Wesen namens ANGEL, die unsere Herzen sofort eroberte.
Wir gingen dann auch noch mit ihr spazieren - sie war so vorsichtig und folgsam, das auch mein Schwiegervater (der gesundheitlich nicht mehr ganz so fit ist) ohne Probleme mit ihr spazieren gehen konnte und nun war auch ich endgültig überzeugt, das
Angel bei uns einzieht.

Mit Angel habe ich dann auch meine Begeisterung für den Hundesport entdeckt.
Leider sollte mein Glück einen Dobermann an meiner Seite zu haben nicht von langer Dauer sein, denn manchmal spielt das Leben anders und so kam es, das mein Freund und ich uns trennten. Und so mußte ich mich auch von Angel trennen. Ich hätte sie auch gar nicht mitnehmen können, denn ich hatte noch keine neue Wohnung und außerdem mußte ich ja auch arbeiten und Angel ist vorher nie allein gewesen und ich glaube sie hätte sich da auch nicht dran gewöhnt.

Angel - meine "Schnuti"


  " Wieder in Mölln "

Für mich stand fest, ich will zurück nach Mölln und ich muß genug Platz für einen Hund haben.
Ich wohnte vorübergehend bei meiner Oma und hatte somit genug Zeit mich nach einer neuen Bleibe umzusehen.
Nach nur kurzer Suche unterschrieb ich einen Vertrag und war nun tatsächlich Besitzerin eines kleinen Häuschens mit Garten in einer ruhigen Siedlung in Mölln. Am Haus waren noch einige Renovierungsarbeiten nötig und ich zog dann im Frühjahr 2007 ein.

Ich hatte eigentlich alles im Leben um rundum glücklich zu sein, aber ich war es nicht wirklich,
es fehlte etwas - nicht etwas, sondern ein Hund - nein, nicht irgendein Hund, sondern ein Dobermann. Angel hatte mich mit dem “Dobermann-Virus” infiziert.
Trotzdem war der Verstand mal wieder stärker und ich stellte mir die Frage, ob ich mir nicht doch eine andere “optisch freundlichere” Rasse anschaffe, ich kannte die Nachbarschaft ja noch gar nicht, obwohl es in der Siedlung auch mehrere große und auch schwarze Hunde gab.
Ich telefonierte nun mit etlichen Züchtern verschiedenster Rassen, habe mich genaustens informiert und vielmals die Aussage bekommen, das diese Rasse nicht wirklich zu mir passt. Letztendlich habe ich mit einer Rhidgeback-Züchterin telefoniert, die dann im Laufe des Gesprächs zu mir sagte:”Ich glaub, zu ihnen würde ein Dobermann passen” Mein Herz hüpfte vor Freude und ich habe ihr dann von Angel erzählt. Es stellte sich heraus, das sie früher selber Dobermänner hatte.

Damit war beschlossen, das bei mir ein Dobermann einzieht.